Reifen und Umwelt

Die Herstellung von Autoreifen erfordert Energie und Rohstoffe – so stecken in einem Reifen rund 35 Liter Erdöl, Kautschuk, verschiedenste Chemikalien, Metall und Festigkeitsträger, die mit viel Know-how zum High-Tech-Produkt verarbeitet worden sind. Der komplexe und aufwändige Prozess macht deutlich: Der Reifen ist ein wertvolles Produkt, und zählt zu den teuersten Verschleissteilen in einem Auto.

Pneu-UmweltGemäss Studien fallen in Europa jährlich gut 2,5 Millionen Tonnen Altreifen an. In der Schweiz sind es rund 50’000 Tonnen. Entsprechend ihrem Wert, sollten die abgefahrenen Reifen nicht auf dem Müll landen. Nach Möglichkeit werden sie wieder verwendet oder dem umweltschonenden Recycling zugeführt.

Wiederverwendung: Die noch gut erhaltenen Reifen werden als Occasionsreifen exportiert.

Runderneuerung: Die noch brauchbaren Reifen werden mit einer neuen Lauffläche versehen. Vor allem im Bereich Schwerverkehr haben diese erneuerten Reifen einen hohen Stellenwert.

Weiterverwendung: Der Reifen lebt in seiner Gestalt weiter – an Hafenmolen, zum Küstenschutz, als Teil von Hangbefestigungen oder auf Spielplätzen.

Energetische Verwertung: Die Altreifen dienen als Energielieferanten in der Zementindustrie und in Kraftwerken, wo sie verbrannt werden.

Werkstoffliche Verwertung: Vermutlich die ökologisch sinnvollste Art des Reifen-Recycling, da die ursprünglichen Rohstoffe aus dem Reifen herausgelöst und optimal wieder verwendet werden.

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